vom Grauen Erbe
Tradition bewahren. Eigenschaften erhalten. Zukunft gestalten.
Unser Zuchtziel
Wir legen allergrößten Wert auf gesunde, robuste, leistungs- und willensstarke Hunde, die im Jagdalltag und im täglichen Leben führige und zuverlässige Begleiter sein werden. Sozialverträglichkeit und Wildschärfe sollen damit einher gehen.
Dabei sollen sie einen klaren Kopf und eine hohe Resilienz haben, also absolut wesensfest sein.
Zudem liegt unsere Priorität auf großrahmigen, kräftigen und schnellen Hunden mit kompaktem Körperbau und einem Kopf vom „alten Schlag“. Dazu verfolgen wir eine intensive Linienzucht, da bei einer Linienzucht nach „durchgezüchteten Hunden“ kaum etwas dem Zufall überlassen wird und das Ergebnis wesentlich absehbarer ist.
Dabei möchten wir das Erbe bekannter Vorfahren und Zwinger, die nicht mehr züchten, bewahren. So entstand auch der Name unseres Zwingers „vom Grauen Erbe“.
Der sehr erfolgreiche Zwinger „Vom Vosstruben“ zum Beispiel begann 1976 mit der Hündin Freya vom Kloster Barthe und brachte später die starken Vererber, Nelson vom Vosstruben und Nemo vom Vosstruben hervor. Nelson steht in vierter Generation in der Ahnentafel der Hündin Antina und in fünfter Generation in der des Rüden Bacchus Bento vom grauen Ursprung.
Der bekannte Rüde „Brentano Bosse vom Kiekeberg“ legte im Jahr 2011, im Alter von nur 15 Monaten, die VGP mit 348 Punkten im I. Preis, als Totverbeller ab und wurde damit Suchensieger und bester Weimaraner der Verbandsgebrauchsprüfungen im Jahr 2011. Zudem legte er als erster Weimaraner die Verbandsstöberprüfung (VStP) erfolgreich ab. Bereits bei der VJP war er sicht- und spurlaut. Dieser besonders hoch veranlagte Rüde wurde häufig als Deckrüde eingesetzt. Viele seiner Nachkommen waren ebenfalls sehr erfolgreich und hoch passioniert. Brentano Bosse zählt auch zu den Ahnen unserer Linie, er steht in dritter und vierter Generation des Rüden und der Hündin.
Viele Ahnen können einen Laut nachweisen.
Alle Ahnen waren vital bis in das hohe Alter.
Über die die Linien „vom Habichtswald“ und „vom Bromkamp“ werden die hervorragenden Eigenschaften und Anlagen von Nelson vom Vosstruben und Brentano Bosse vom Kiekeberg bis in unseren A-Wurf weitergegeben.
Linienzucht
Definition
Die Linienzucht ist eine gezielte Form der Verwandtschaftszucht. Sie verfolgt das Ziel, bestimmte Merkmale einer Zuchtlinie dauerhaft zu festigen, indem planvoll verwandte Tiere verpaart und gleichzeitig strenge Selektionskriterien angewendet werden. Im Unterschied zur reinen Inzucht, die lediglich die Paarung verwandter Tiere beschreibt und zufällig oder unkontrolliert erfolgen kann, ist Linienzucht intentional, dokumentiert und von klaren Zuchtzielen geleitet.
Vorteile und genetische Wirkung
Hauptvorteile der Linienzucht sind die Festigung gewünschter Merkmale und Eigenschaften, die Erhöhung der Reinerbigkeit (Homozygotie) und die daraus resultierende hohe Vorhersagbarkeit der Nachkommen (Vererbungssicherheit). Durch wiederholtes Auftreten bestimmter Ahnen in den Pedigrees lassen sich gewünschte Eigenschaften stabilisieren und verlässlicher reproduzieren.
Durchführung und Selektionsstrategie
Erfolgreiche Linienzucht erfordert fundierte Ahnenkenntnis, präzise Zuchtziele und konsequente Selektion: nur Tiere mit erwünschtem Typ, guter Gesundheit, robustem Verhalten und hervorragenden Jagdeigenschaften werden zur Zucht eingesetzt. Die Basis unserer Zucht ist daher der starke Vererber jagdlicher Eigenschaften und bester Gesundheit, Brentano Bosse vom Kiekeberg. Gesundheitsuntersuchungen, Leistungsdaten und genetische Tests sind integraler Bestandteil der Auswahl, um unerwünschte rezessive Defekte frühzeitig zu erkennen und auszuschließen.
Genetische Diversität und Schutzmaßnahmen
Weil Linienzucht die genetische Vielfalt reduziert, sind gezielte Gegenmaßnahmen notwendig. Eine verbreitete Praxis ist die „Ein Migrant je Generation“-Regel: pro Generation wird ein weitgehend unverwandtes Tier aus einer anderen Linie eingebracht, um den Inzuchtkoeffizienten zu begrenzen und genetische Vielfalt zu erhalten.
Fazit
Linienzucht ist ein wirkungsvolles, aber anspruchsvolles Instrument: richtig angewendet stärkt es Typ und Vererbbarkeit, falsch angewendet gefährdet es die Gesundheit. Transparenz, wissenschaftlich gestützte Selektion und Maßnahmen zur Erhaltung der Diversität sind entscheidend.
An dieser Stelle bedanken wir uns sehr bei unserem Unterstützer und Mentor, der uns immer wieder mit seinem fundierten, über 30 Jahre gesammelten Fachwissen und seiner Ahnenkenntnis, zur Seite steht.
Das Graue Erbe
Der Name unseres Zwingers „vom Grauen Erbe“ steht für den Erhalt bewährter Weimaraner-Linien und ihrer besonderen Eigenschaften. Durch eine gezielte Linienzucht möchten wir die Stärken bedeutender Vorfahren bewahren und für kommende Generationen sichern.
Dabei greifen wir auf Linien zurück, deren Vertreter sich über Jahrzehnte als leistungsstarke, gesunde und wesensfeste Jagdhunde bewährt haben.
Aufzucht & Prägung
Die Entwicklung eines Hundes beginnt nicht erst nach der Geburt. Bereits während der Trächtigkeit können Umweltfaktoren Einfluss auf die spätere Entwicklung der Welpen nehmen.
Deshalb legen wir großen Wert auf eine möglichst stressfreie Trächtigkeit, eine vertraute Umgebung für die Hündin und eine sorgfältige Begleitung während dieser wichtigen Phase.
Prägung beginnt vor der Geburt
Um unseren Welpen das Bestmögliche mit auf den Weg zu geben, bedenken wir bei dem täglichen Umgang und der Prägung stets die neuesten Erkenntnisse bezüglich der „Epigenetik bei Hunden“.
„Epigenetische Prägung komplexer Eigenschaften“
Zitat „Epigenetik des Hundes“ Dr. Peter Spork (Kosmos Verlag) Kapitel 3:
„Zellen haben ein Gedächtnis für Umwelteinflüsse. Das bedeutet, dass nahezu alles, was Ihrem Hund passiert, seine Spuren in der Molekularbiologie der Tiere hinterlässt: seine Ernährung, eine eventuelle Traumatisierung, aber auch der tägliche Auslauf, die Mußestunden oder das Training. Diese Spuren werden dank der Epigenetik gespeichert und können noch Jahre später ihre Wirkung entfalten“.
Die Prägungsphase beginnt für die Welpen bereits während der Trächtigkeit. Daher soll die Zeit der Trächtigkeit und der Deckakt so stressfrei wie möglich und in der gewohnten Umgebung der Hündin verbracht werden.
Unsere Welpen wachsen im Haus und im Garten auf und erhalten eine ausgewogene Frühförderung zur Wildprägung und zum Erlangen motorischer Fähigkeiten.
Auch erste Ausflüge in den Wald und damit verbunden kurze Autofahrten erleben die Welpen bei uns.
Um die weitere Entwicklung unserer Hunde verfolgen zu können, erwarten wir, dass sie auf Anlagen- und Zuchtprüfungen geführt werden.
Vergabe der Welpen
Der Weimaraner ist ein vielseitiger Jagdgebrauchshund mit ausgeprägten jagdlichen Anlagen. Um diese Eigenschaften zu erhalten und die ursprüngliche Bestimmung der Rasse zu bewahren, geben wir unsere Welpen ausschließlich an Jäger ab.
Ein persönliches Kennenlernen und ein vertrauensvoller Austausch sind für uns dabei selbstverständlich.
Der Weg zum Welpen
Persönlicher Kontakt
Wir legen Wert auf ein frühzeitiges Kennenlernen.
Sorgfältige Auswahl
Die Auswahl der zukünftigen Hundeführer erfolgt mit Bedacht.
Verantwortungsvolle Aufzucht
Unsere Welpen wachsen mit engem Familienanschluss auf.
Begleitung danach
Auch nach der Abgabe bleiben wir Ansprechpartner.